Beach Tennis, Padel und Pickleball sind die Trendsportarten schlechthin. Während Padel Elemente aus dem Tennissport und Squash vereint, ist Beach Tennis eine Mischung aus Beachvolleyball, Badminton und Tennis. Pickleball vereint dabei Badminton, Tischtennis und Tennis. Wir zeigen dir auf den folgenden Seiten, was die Trendsportarten ausmacht.
Beach Tennis, Padel und Pickleball im Trend
Beach Tennis - Urlaubsfeeling im Sand
Beach Tennis ist mehr als nur Tennis im Sand: Beach Tennis ist ab dem ersten Ballwechsel Spielspaß, Bewegung, Urlaubsfeeling und trotzdem liefert es automatisch athletische und kognitive Trainingserfolge wie Kondition, Koordination, Schnellkraft, Ausdauer, Ballgefühl, Spielwitz, Bewältigung von Frustrationen, Verbesserung der psychischen Stärke, etc...
Seinen Ursprung hat Beach Tennis an der italienischen Adriaküste, seit diesem Jahrtausend wird es auch hierzulande unter dem Dach des Deutschen Tennis Bunds (DTB) gespielt. Beach Tennis ist dynamisch, attraktiv und auch aus gesundheitlichen Aspekten ein Sport für jedes Alter.
Aber warum ist das so? Weil es deutlich einfacher als Tennis zu erlernen ist. Man braucht keine teure Ausrüstung wie Schuhe, besondere Kleidung, einen teuren Schläger (der ab und zu bespannt werden muss), Bälle (die nach 2 Stunden abgespielt sind) und diverse teure Trainingsstunden.
Das Regelwerk ist weitestgehend vom Tennis übernommen.
Unterschiede:
Der Ball wird immer aus der Luft gespielt
Man hat nur einen Aufschlag
Der Aufschlag darf überall hin gespielt werden und bei einem Netzroller wird weitergespielt
Bei 40:40 entscheidet der nächste Punkt („no-advantage-Regelung“)
Im Tiebreak wird nach dem ersten Punkt und dann alle vier Punkte die Seite gewechselt (weil Wind und Sonneneinstrahlung größere Bedeutung haben)
Wir bieten seit einiger Zeit immer mehr Wettbewerbe im Beach Tennis an. Alle Informationen hierzu findest du unter "Turniere".
Padel - einfach, schnell, dynamisch
Padel (oder Padel-Tennis) ist ein Rückschlagsport, der seinen Ursprung in Mexiko hat. Der Volkssport vieler spanischsprachiger Länder gilt im deutschsprachigen Raum zwar noch als junger Sport, findet jedoch auch hierzulande immer mehr begeisterte Fans. Und das aus gutem Grund: Padel ist ein unkomplizierter, dynamischer Sport, der, aufgrund seiner einfachen Grundtechnik, auch von Anfänger:innen schnell erlernt werden kann. Padel eignet sich daher für alle Altersklassen und Spielniveaus, von jung bis alt, von Couchpotatoe bis Fitness-Freak, von Anfänger:in bis Profi – jede:r kann Padel spielen.
Padel wird in einem Käfig aus Glas- und Drahtgitterelementen gespielt, fast alle Elemente können in das Spiel einbezogen werden. Dadurch entstehen nicht nur lange und rasante Ballwechsel, auch der Spielspaß ist garantiert. Wie im „normalen“ Tennis auch werden die Spielfeldhälften durch ein Mittelnetz getrennt. Die Spielregeln und Zählweise sind mit denen im Tennis nahezu identisch. Seine Einfachheit macht das Spiel, das ausschließlich im Doppel gespielt wird, attraktiv und kann von nahezu jedem schnell erlernt werden. Und zwar schneller als normales Tennis! Denn die technische Finesse ist geringer. Auch wenn ein Schlag mal nicht perfekt sitzt, kann er durch die Wände gefährlich für die Gegner werden.
Padel wird ausnahmslos im Doppel – zwei gegen zwei – gespielt. Die gegeneinander spielenden Teams stehen sich auf den durch das Netz geteilten Spielfeldhälften gegenüber.
Das Spiel beginnt mit einem Aufschlag „von unten“. Der Ball darf maximal einmal auf dem Boden aufsetzen. Volleys sind natürlich erlaubt, jedoch kann der Ball nach dem Aufsetzen im Spielfeld auch an eine oder mehrere Seitenwände prallen gelassen und anschließend, solange er nicht ein zweites Mal den Boden berührt, weitergespielt werden. So kommt es oft zu langen und spannenden Ballwechseln, die für großen Spielspaß sorgen.
Die Padel-Regeln ähneln im Wesentlichen denen des Tennis-Doppelspiels:
1. Die Zählweise
Die Punkte werden genauso gezählt, wie beim Doppel im Tennis. Ein Match wird je nach Turnierform durch zwei oder drei gewonnene Sätze entschieden.
Das Team, das in einem Satz als erstes sechs Spiele gewonnen hat und dabei mindestens zwei Spiele Vorsprung hat, gewinnt den Satz. Im Falle eines Unentschiedens bei je fünf gewonnenen Spielen, kann der Satz demnach noch mit 7-5 gewonnen werden. Bei einem Stand von 6-6 wird ein Entscheidungsspiel, der sog. „Tie-break“ ausgespielt.
Im „Tie-break“ wird 0, 1, 2, 3 usw. gezählt. Er wird von demjenigen Team gewonnen, das zuerst sieben Punkte erzielt. Auch hierfür sind mindestens zwei Punkte Vorsprung erforderlich. Der entsprechende Satz wird dann 7-6 gewertet.
2. Punkte
Ein Punkt ist verloren,
a) bei zwei fehlerhaften Aufschlägen
b) wenn der Ball so retourniert wird, dass er im gegnerischen Spielfeld nicht zuerst den Boden, sondern zuerst die Rück- oder Seitenwand oder den Metallzaun berührt
c) wenn der Ball ein zweites Mal im eigenen Spielfeld aufsetzt, bevor er retourniert werden kann
d) wenn der Ball nach dem Schlagen den Metallzaun des eigenen Spielfeldes berührt. (Die Benutzung der eigenen Rück- oder Seitenwände aus Glas ist erlaubt, um den Ball über das Netz zu spielen.)
e) wenn einer der Spieler, deren Schläger oder etwas, das sie mit sich führen, das Netz, dessen Pfosten oder einen Teil des gegnerischen Spielfeldes berührt
f) wenn nach dem Schlag der eigene Mitspieler getroffen wird.
Und jetzt wieder wie beim Tennis:
Um ein Spiel zu gewinnen sind mindestens vier Punkte erforderlich. Dazu werden jedoch mindestens zwei Punkte Vorsprung benötigt. Gezählt wird in der Reihenfolge 0, 15, 30, 40, Spiel. Haben beide Teams je drei Punkte erzielt, ist der Spielstand „40-40“ (sprich: „40 beide“ oder „deuce“).
Der nächste Punkt wird „Vorteil“ zugunsten des Gewinners des Punktes genannt. Erzielt das Team, welches im „Vorteil“ ist, auch den Folgepunkt, gewinnt es das Spiel. Verliert es ihn, geht der Spielstand zurück auf „Einstand“. So wird weitergespielt, bis ein Team nach „Einstand“ zwei Punkte in Folge gewonnen hat.
3. Der Aufschlag
Der Aufschlag wird als Unterhandschlag „von unten“ ausgeführt, d.h. der Ball muss vom Schläger maximal auf Höhe der Hüfte oder darunter getroffen werden. Hierfür steht der Aufschläger mit beiden Füßen hinter der Aufschlaglinie und prellt den Ball hinter der Aufschlaglinie auf den Boden. Der Aufschläger hat mindestens einem Fuß Bodenkontakt und spielt den Ball diagonal über das Netz in das schräg gegenüberliegende Aufschlagfeld.
Alles andere ist wie beim Tennis:
Berührt der Ball beim Aufschlag das Netz und setzt anschließend im richtigen Aufschlagfeld auf, ohne vorher eine Seitenwand oder den Metallzaun zu berühren, wird der Aufschlag wird wiederholt. Bei fehlerhaftem erstem Aufschlag ist auf derselben Aufschlagseite ein zweiter Aufschlag erlaubt.
Der erste Aufschlag wird von der rechten Seite ausgeführt. Anschließend wird der Ball wechselseitig serviert.
Pickleball - ein Sport für alle
Pickleball kombiniert Elemente aus Tennis, Badminton und Tischtennis, gespielt wird auf einem kompakten Feld mit einem speziellen Schläger und einem perforierten Kunststoffball. Die einfachen Regeln machen den Einstieg besonders leicht, egal ob jung oder alt, Anfängerin oder Fortgeschrittene.
Ob drinnen oder draußen, im Einzel oder Doppel: Das Spiel ist dynamisch, lebendig und sorgt schnell für Begeisterung. Die kurzen Distanzen fördern schnelle Ballwechsel, schonen aber gleichzeitig die Gelenke. Wer Lust auf Sport ohne komplizierte Techniktrainings hat, wird Pickleball lieben, einfach loslegen und Spaß haben!
Spielfeld und Ball:
Das Spielfeld entspricht etwa einem Drittel der gesamten Fläche eines Tennisplatzes, das Netz ist dabei mit 86 cm in der Mitte und 91 cm an den Enden etwas niedriger als beim Tennis. Der gelochte Kunstoffball wird mit einem festen Paddel gespielt.
Punkte und Spielziel:
Nur das aufschlagende Team kann Punkte erzielen. Gespielt wird in der Regel bis 11 Punkte. Um zu gewinnen, ist ein Vorsprung von mindestens zwei Punkten erforderlich.
1. Non-Volley-Zone („Kitchen“)
- Die Zone ist 2,13 m breit und befindet sich auf beiden Seiten des Netzes.
- Volleys sind nicht erlaubt, wenn sich ein Spieler in dieser Zone befindet oder sie betritt.
- Schläge in der Non-Volley Zone sind nur erlaubt, wenn der Ball dort zuerst den Boden berührt hat.
2. Aufschlagregeln
- Von rechts starten, Ball aus der Luft schlagen (kein Aufprall vor dem Schlag).
- Unterhandaufschlag: Kontakt unterhalb von Hüfte und Handgelenk, aufwärtsbewegung.
- Beide Füße hinter der Grundlinie, kein Körperkontakt mit der Linie.
- Nur ein Versuch (außer bei Netzberührung, dann Wiederholung).
- Aufschlag muss hinter der Non-Volley-Zone landen.
3. Double Bounce Regel
- Erster und zweiter Ballkontakt (nach Aufschlag und Return) müssen auf dem Boden aufspringen, bevor sie geschlagen werden.
- Danach sind Volleys erlaubt.
4. Punkte & Aufschlagwechsel
- Nur das aufschlagende Team kann Punkte erzielen.
- Nach jedem Punkt wechselt der Server die Aufschlagsseite.
- Bei Fehler des ersten Servers schlägt der jeweilige Spielpartner auf, sobald das Team wieder einen Fehler begeht, bekommt das gegnerische Team das Aufschlagrecht (Side-Out).
- Ausgenommen ist die erste Aufschlagsequenz jedes neuen Spiels, in der das beginnende Team nur mit einem Aufschlag startet.
- Zählweise: Drei Zahlen (z. B. 0-0-2 → Server-Punkte, Empfänger-Punkte, Server-Nummer).
- Beim Einzel: Aufschlag von rechts bei geradem eigenen Punktestand, von links bei ungeradem.
5. Spielgewinn
- Ein Spiel endet bei 11 Punkten, mit mindestens 2 Punkten Vorsprung.
- Wird der Vorsprung nicht erreicht, wird weitergespielt bis zur Differenz.